.Das Heimspiel gegen den MSV Börde II bedeutete den letzten Aufgalopp im Jahr 2025 für die SG Handwerk in Sachen Punktspiele. Da die vergangenen Auftritte punktemäßig eher überschaubar waren, wollte sich das Team mit einem vollen Erfolg in die Winterpause verabschieden. Außerdem war da noch eine Rechnung vom letzten Aufeinandertreffen offen.
Diese galt es zu begleichen. Handwerk begann das Duell recht verhalten. Die Handbremse schien noch angezogen, sodass die Anfangsphase eher dem MSV gehörte. Man hatte so das Gefühl, die Hausherren würden erst noch nach der passenden Strategie suchen. Börde also mit den ersten zarten Annäherungsversuchen. Mit Glück und Geschick überstand man aber diese kurze Drangsituation, blieb ohne Gegentor und konnte sich so zunehmend um die eigene Offensive kümmern. Denn es war im Vorfeld fast logisch, dass dieses Spiel eher vorne als hinten gewonnen werden würde. Und so ab Minute 20 kam der Angriff auch immer mehr ins Rollen.
So scheiterte Zobel am gut parierenden MSV – Schlussmann. Aber so konnte es hier und heute klappen. Tempo ins Geschehen bekommen und mit direkten Zug Richtung Tor. Mit zunehmender Spielzeit konnte der Gastgeber die Aktionen immer mehr in des Gegners Hälfte verlagern. Hier fehlte nur noch der Torerfolg.
Um dem eigenen Anspruch zu genügen und das Gedankenkarussell erst gar nicht aufkommen zu lassen. Der riesengroße Knoten platzte dann glücklicherweise noch vor dem Pausenpfiff. Ein Ballgewinn brachte Zobel in aussichtsreiche Position. Statt aber selbst abzuschließen bediente er den mitgelaufenen Langer und dieser ließ sich nicht zweimal bitten. Da war sie also, die erhoffte Führung.
Der erste Schritt war gemacht. Und der Hunger auf mehr geweckt. Alles wartete bereits auf den Gang in die Kabinen, als sich Thurm den Ball nochmal zum Freistoß parat legte. Und was macht man aus so einer guten Position ? Genau, man haut das Ding direkt in die Maschen. Dieses 2:0 ließ das Team beruhigter verschnaufen.
Für die 2. Durchgang war aber klar, dass man bloß nicht in den Verwaltungsmodus schalten durfte. Es würden sich zwangsläufig Räume und Möglichkeiten ergeben. Darauf sollte man auf Heimseite lauern und im besten Fall erneut zuschlagen. Zunächst zeigte aber Börde noch das ein oder andere Lebenszeichen.
Aber die Null hinten hatte Bestand, auch und gerade durch einen gut aufgelegten Ganzer im Handwerker Tor. Wer auf eine schnelle Vorentscheidung gehofft hatte, sah sich für den Moment noch enttäuscht. Chancen auf das Dritte waren weiterhin da. Aber mal war es abseits, mal der Keeper oder der fehlende präzise Abschluss, der einen erneuten Jubel verhinderten.
Für diesen sorgte dann wieder Thurm mit seinem sehenswerten Schuss zum 3:0 in der 67. Minute. Der Deckel war drauf, der grundsätzliche Spielausgang besiegelt. Von nun an kannte der Ball nur noch eine Richtung. Handwerk entwickelte einen permanenten Dauerdruck.
So belohnte sich Zobel für seine sehr ordentliche Leistung mit dem 4:0 auf Vorlage von Langer. Inzwischen ging es nur noch um die Höhe des Erfolges. Mal den ganzen Frust der Vorwochen wegballern, sich in der Torschützenliste nach oben schieben, einmal auf der Anzeigentafel stehen. Die eingewechselte, fleischgewordene Kanonenkugel Kohnert sorgte nochmal für richtig Dampf nach vorne. Ein kurzes Tiki Taka im Fünfmeterraum bereitete dann das 5:0 wiederum durch Thurm vor. Sein 3. Treffer an diesem Tag.
Und so einen Dreier nimmt er gerne mal mit ;). Der Rest war dann betreutes Auslaufen, ja nicht mehr verletzen, so kurz vor der Weihnachtsfeier. Es war der erhoffte Befreiungsschlag für die SG Handwerk. In erster Linie waren natürlich die 3 Punkte immens wichtig. Nicht nur für die Tabelle, sonder auch für das eigene Selbstverständnis. Hatte man doch vor allem sich selbst bewiesen, was eigentlich möglich ist.
Greifen alle Rädchen ineinander, macht jeder das, was er kann und soll, sind punktlose Wochenenden im Jahr 2026 von äußerst seltener Natur. Nun heißt es erst mal, kurz und schnell erholen.
Der diesjährige Weihnachtsurlaub ist nicht allzu lang. Bis einschließlich Silvester darf gerne geschlemmt und gesündigt werden. Ab 1. Januar bestimmt dann der eigene BMI hoffentlich wieder die Nahrungsaufnahme. Allen von euch schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

(rt)

Aufstellung:
Ganzer – Brentrop (60. Kleinert), Erdmann, Raschig, Schöber – Edmond (60. Dieck), Reeh (78. Schulz), Popien – Langer, Zobel (70. Kohnert), Thurm

1:0 Langer (42., Zobel)
2:0 Thurm (45., Edmond)
3:0 Thurm (67.)
4:0 Zobel (69., Langer)
5:0 Thurm (74., Langer)

Gelbe Karten:
Thurm / Hosseini

Schiedsrichter:
Peter Bojanow (Stephan Mattheis, Ben Eikholt)

Zuschauer:
23