.Nach der Heimniederlage in der Vorwoche wollten die Herren zurück in die Erfolgsspur finden. Dafür suchte man sich Magdeburgs schönsten Kunstrasenplatz aus, denn zum dritten Mal diese Saison hieß es Börde II gegen Handwerk. Bisher konnten beide Mannschaften ihr jeweiliges Heimspiel gewinnen. Diesen Kreis wollte man natürlich durchbrechen.
Das Spiel startete gemächlich. Erstens aufgrund der späten Anstosszeit sozusagen als Bundesliga-Nachkost. Zweitens, weil die Gewöhnzeit an den Platz eigentlich nie abgeschlossen ist. So hatte die SGH zwar viel den Ball, dem einen der Gegner gestattete, aber anzufangen wusste man damit nicht so viel. Versucht kontrolliert ging es von links nach rechts und zurück, über die Mittellinie jedoch zu selten. Da die Gastgeber auch nicht so recht wollten, lief ein Spiel auf bescheidenem Niveau. Eine knappe halbe Stunde war schon gespielt, da fiel quasi mit dem ersten guten Angriff die Führung. Langer steckte von rechts nach links diagonal durch auf Helmecke, der noch drei Mann austanzte und neben den Pfosten traf. Wichtig, ob der bisher gezeigten Leistung und um dem Spiel eine Richtung zu geben. Kurz vor der Pause eine gute Kombination und endlich mal schnell gespielt über Langer, Feldmann Arvelo und dann Helmecke zum Zweiten links oben in den Knick. Da war sie also, die beruhigende Halbzeitführung.
Gut 10 Minuten waren in Hälfte 2 gespielt, als Raschig im eigenen Strafraum klären wollte und der Gegenspieler einfach nur draufhielt. Klar ging es hier nur um Zehntelsekunden, doch zur Verwunderung aller gab es Strafstoß. Schon das Trefferbild und die Wunden sprachen hier eine andere Sprache. Nun gut, was macht man bei solchen Dingen? Genau, für Gerechtigkeit sorgen, also hielt Ganzer den sagen wir mal mäßig geschossenen Elfer. Sollte das hier nicht noch eine enge Kiste werden, musste offensiv was her. Also gesagt, getan. Langer Ball auf Feldmann Arvelo über alle hinweg, der dann nur per Foul gestoppt werden konnte. Im Strafraum heißt sowas dann Elfmeter, den Thurm sicher verwandelte. Der Erfolg war eingetütet, dass merkte man auch allen an. Da es zudem viele offene Räume gab, nutzte man dies in den folgenden Minuten zu weiteren Treffern. Zunächst jagte Langer den Ball vom rechten Strafraumeck humorlos in den rechten Winkel. Dann hatten zwei Einwechsler ihren großen Moment. Fieseler war auf links durch und legte zurück in den Rückraum. Zobel verpasste noch, doch Kohnert war ja auch noch da. Als dieser realisierte, dass der Ball auf seinem zweitstärksten Fuß war, erinnerte er sich an seine Fahrprüfung. Getreu dem Motto „dreimal links rum ist einmal rechts“ dauerte dieser Abbiegevorgang eine gefühlte Ewigkeit bis das Leder dann endlich auf seinem rechten Bein lag und der Schuss noch leicht aber entscheidend abgefälscht den Weg ins Tor fand. 5:0, Endstand!
Für Handwerk gab A-Jugendspieler Bode Mitte der zweiten Hälfte sein Debüt, was zeigt, dass die Nachwuchsausbildung langsam voranschreitet. Herzlich Willkommen.

(hk)


Aufstellung:
Ganzer – Brentrop, Erdmann, Raschig (56. Schöber), Kleinert – Helmecke (68. Fieseler), Edmond (70. Bode), Popien, Langer – Feldmann Arvelo (68. Zobel), Thurm (70. Kohnert)

Tore:
0:1 Helmecke (27., Langer)
0:2 Helmecke (41., Feldmann Arvelo)
0:3 Thurm (67., FE, Feldmann Arvelo)
0:4 Langer (73., Schöber)
0:5 Kohnert (76., Fieseler)

Gelbe Karten:
Blum / –

Besonderes Vorkommnis:
Ganzer hält FE von Nawabi (57.)

Schiedsrichter:
Maximilian Eckart (David Leid, Cedric Kahl)

Zuschauer:
20