.Nach dem erfolgreichen Heimauftritt zum Saisonstart war die SG Handwerk nun auch erstmals auswärts gefordert. Hierfür war man beim SV Arminia II zu Gast. In den letzten Jahren hingen hier immer die Trauben ziemlich hoch für die SGH.
Aber jedes Match beginnt bei Null und so startete Handwerk spielfreudig und zielstrebig in dieses Duell. Ruhig und ohne große Hektik wurden die Angriffe aus der eigenen Abwehr heraus aufgebaut und vorbereitet. Durch den großen Platz hatte man immer wieder Zeit, den Ball zu kontrollieren und freie Anspielstationen zu finden. Gerade über die Außenpositionen kamen die Gäste bis tief in die gegnerische Hälfte. Und einer dieser Vorstöße führte dann auch zur recht frühen Führung in Minute 17. Handwerks Popien hatte so ein Zuspiel erlaufen, zog mit einem kurzen Wackler am Gegenspieler vorbei nach innen und vollendete mustergültig zum 1:0.
So hatte man sich das vorgestellt. Arminia hatte in dieser Phase kaum nennenswerte Aktionen nach vorn. Bevor es richtig brenzlig werden konnte, war Handwerks Defensive zur Stelle und verhinderte Schlimmeres. Nun hieß es natürlich, scharf nachzuwaschen. Je eher man hier für klare Verhältnisse sorgen würde, um so mehr würde man die eigenen Nerven schonen können.
Auch in der Folgezeit war die SGH hier das aktivere Team. Es war beileibe kein Hurra-Fußball, aber es war zweckmäßig und mit dem Fokus auf weitere Treffer. Möglichkeiten hierfür gab es noch einige. Aber entweder war man zu verspielt oder es fehlte das berühmte Zielwasser. Das war so ziemlich das einzige Manko, was man der Kreuziger – Elf vorhalten musste. Denn die knappste aller möglichen Führungen war nun wahrlich keine Ruhekissen.
Der Halbzeitpfiff beendete den ersten Durchgang und gab etwas Zeit zum durchatmen. Unzählige wissenschaftliche Studien haben schon versucht zu erforschen, weshalb diese Viertelstunde so einen enormen Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen kann. Das Wetter ändert sich dadurch nicht, der Platz wird nicht größer, der Kontrahent darf personell nicht aufstocken.
Und trotzdem sahen die Zuschauer ab Minute 46 ein anders Spiel. Arminia nun deutlich druckvoller, drängte permanent nach vorne. Handwerk schien davon einigermaßen überrascht, sah sich nur noch in der Defensive. So war es wenig verwunderlich, dass man schon in der 49. Minute den 1:1 Ausgleich kassierte.
Da war er dahin, der kleine Vorteil. Nun galt es aber erst einmal, nicht vollends ins Hintertreffen zu geraten. Ein Auswärtspunkt wäre ja auch noch ok. Dafür war war wieder mehr Ballkontrolle und Eigeninitiative von Nöten. Und genau hier lag das Problem. Arminia blieb am Drücker und die SGH fand kaum noch Mittel und Wege, dies zu verhindern. Dabei spielten die Hausherren nicht mal tollen Fußball.
Aber es reichte doch, um nach gut einer Stunde das Ergebnis zu drehen und so sah sich Handwerk fortan mit 1:2 im Hintertreffen. Hier und heute musste schon viel passieren, damit für die Gäste noch Zählbares herausspringen würde. Nun konnte man dem Team keineswegs den Willen absprechen, einzig, es fehlte der klare Plan. Man muss es so deutlich sagen, ein weiteres Tor lag eher für die Gastgeber in der Luft als der Ausgleich. Die Minuten vergingen. Den endgültigen Sargnagel gab es dann in der 83. Minute in Form des 3:1 für den SVA.
Das Ding war durch, denn nach 90 Minuten stand man mit leeren Händen da.
Was war nun das Fazit ? Arminia hatte es in ihrem Mannschaftskreis nach dem Spiel schon richtig erkannt und ausgesprochen, als sie sich artig bei der SG Handwerk für die 3 Punkte bedankten. Denn es war vornehmlich der Leistungseinbruch bei den Gästen in Durchgang 2, der dieses Endresultat zustande gebracht hatte.
Man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass mit einem Auftreten wie in Hälfte 1 hier zumindest ein Zähler sicher gewesen wäre. Selten war es so einfach, vom Jahnsportplatz Punkte mitzunehmen. Sieht man daraus die richtigen Schlüsse für die weiteren Spiele, gibt es auch wieder Grund zum Jubeln.
(rt)
Aufstellung:
Ganzer – Brentrop, Reeh, Erdmann, Ahmed Mohamud – Bode (74. Kohnert), Popien, Edmond, Langer (51. Alabdullah) – Thurm, Zobel (69. Feldmann Arvelo)
Tore:
0:1 Popien (17., Langer)
1:1 Adams (49.)
2:1Kienz (57.)
3:1 Posselt (83.)
Gelbe Karten:
– / Langer, Erdmann, Kohnert
Schiedsrichter:
Steven Hartenberger (David Leid, Eric Galuhn)
Zuschauer:
35
