Nach dem leider erfolglosen Auftritt im Stadtpokal stand für die SG Handwerk wieder der Ligaalltag auf dem Programm. Zu Gast war man beim Fermersleber SV. Die jüngsten Duelle sprachen alle für die SGH. Dank einiger Neuzugänge waren Bank und Auswärtsfanblock mehr als ordentlich gefüllt.
So ging man auch dementsprechend zuversichtlich in die Partie. Und die Gäste begannen druckvoll und zielstrebig. Der große Platz bot eine Menge Raum zur Entfaltung. So dauerte es auch nicht lang, bis sich Handwerk gefährlich vor des Gegners Tor zeigte. 
Aber noch fehlte das nötige Fortune oder der letzte Zug Richtung Führung. Dies sollte sich aber nach 15 Minuten ändern. Schulz hatte Stürmer Klitsch mustergültig bedient und auf die Reise geschickt. Dieser schaltete den Turbo dazu, setzte sich energisch durch und traf zum 1:0 für sein Team. 
Ein Auftakt nach Maß. Jetzt hieß es, schnell nachzulegen und für klare Verhältnisse zu sorgen. Aber dagegen hatte logischerweise der FSV etwas einzuwenden. Handwerk verlor mehr und mehr das Übergewicht bei den Spielanteilen. Aber noch lag man ja in Führung. 
Bis zur 36. Minute. Es hatte sich zwar nicht gerade aufgedrängt, aber der FSV schaffte hier das 1:1. Vollkommen unnötig hatten sich die Gäste dieses Zwischenresultat selbst eingebrockt. Nun begann das Spiel quasi von Neuem. Der Wettergott hatte wohl wenig Gefallen am bisherigen Geschehen gefunden. Jedenfalls öffnete er bereitwillig die Schleusen und wässerte Platz und Spieler ordentlich durch.   
Bis zum Pausentee blieb das Duell ohne wirklich nennenswerte Aktionen, so das es mit dem 1:1 in die Kabinen ging. Coach Kreuziger lichtete die Reihen auf der Bank etwas und brachte mit Eiselt und Slotta frisches Personal.
Auf das neuer Schwung ins Spiel der SGH kommen würde. Aber das Niveau blieb in überschaubaren Regionen. Mittlerweile war es eine ausgeglichene Partie. So wirklich konnte kein Team das Geschehen für sich übernehmen. Nochmal wurde bei den Gästen personell nachgelegt. In Sachen Toren war es allerdings der FSV, der nachlegen konnte. 
Eine Flanke konnte Scherping nur viel zu kurz abwehren nachdem er den springenden Ball unterschätzte, sprach damit eine ungewollte Einladung aus und musste das 1:2 hinnehmen. Wie man die eigene Führung hergegeben hatte, war einfach zu billig. Nun musste man einem Rückstand hinterher rennen. Aber es war scheinbar der benötigte Weckruf, wieder mehr ins offensive Risiko zu gehen, den Kontrahenten vor Probleme zu stellen. Und dies machte sich nach mehreren Anläufen bezahlt. 
Neuzugang Tennstaedt hatte den Ball stark behauptet und die Übersicht behalten. Slotta bekam ein punktgenaues Zuspiel, behielt die Nerven und traf zum 2:2. Handwerk war wieder voll im Geschehen. Und Handwerk wollte mehr. Von nun an rollte Angriff auf Angriff auf das Tor der Gastgeber, und fast jedes Mal wurde es gefährlich. 
Fermersleben versteckte sich aber keinesfalls, versuchte seinerseits zu Chancen zu kommen. Irgendwie lag noch ein Treffer in der Luft. Und den machte der FSV in Minute 90. Handwerk zuerst zu fahrig im Spielaufbau, dann zu weit weg vom Gegenspieler, um noch eingreifen zu können. Schluss , Aus, Vorbei. 
Die SGH hatte die Auswärtspartie mit 2:3 verloren. Vollkommen unnötig, vollkommen hausgemacht, vollkommen ohne Not. Nicht der FSV hatte die Begegnung gewonnen, Handwerk hatte sie verloren. Nach der Führung hatte man verpasst, nachzulegen. Nach dem verdienten Ausgleich war man einige Mal dicht dran, verpasste aber das 3. Tor. 
Und wenn man schon nicht mehr selbst erfolgreich ist, muss zumindest das eigene Tor sauber bleiben und der Punkt mitgenommen werden. 
So steht Handwerk mit leeren Händen da, verpasste es, sich in der Tabelle weiter oben zu platzieren.
Aber, sollten aus diesem Auftritt die richtigen Schlüsse gezogen werden, geht Blau – Weiss auch wieder als Sieger vom Platz.     
(rt)

Aufstellung:
Scherping - Wegerich, Petersdorf, Kleinert - Moritz (46. Slotta), Schulz, Schenk (59. Pfeiffer), Kirsch (71. Sahin) - Ihloff (59. Tennstaedt), Klitsch (46. Eiselt), Gehrke 

Tore:
0:1 Klitsch (15., Schulz)
1:1 Ozsvald (36.)
2:1 Nieber (61.)
2:2 Slotta (75., Tennstaedt)
3:2 Mohamad (90.)

Gelbe Karten:
Keine 

Schiedsrichter:
Anton Lange (Tom Gärtner, Leo Horn)

Zuschauer:
13
Unnötige Niederlage